Kunststoffe schneller zerkleinern

Schneidmühlen zwischen kompaktem Aufbau und Leistung

Eine platzsparende Sauberraum-Mühle und eine robust ausgelegte Kompaktmühle sollen die Aufbereitung von Kunststoffen effizienter machen.

Tiefergelegt und mobil: Diese Mühle hat eine Gesamthöhe von 1050 Millimeter und lässt sich unter Separiertrommeln, Ausfallschächten oder Spritzgießmaschinen aufstellen. (Bilder: Getecha)

Eine modifizierte Version der Sauberraum-Mühle GRS 180 ist eine schlank designte Schiebermühle für den Einsatz in Produktionslinien der Kunststofftechnik, die strenge Sauberkeits- und Hygieneauflagen einhalten müssen. Sie zerkleinert laut Getecha bis zu 35 Kilogramm Material in der Stunde und lasse dank integrierter Absaugtechnik und umfangreichen dichtungstechnischen Maßnahmen kaum Partikel in die Umgebung austreten. Damit entspreche sie den Sauberraum-Ansprüchen vieler Kunststoffverarbeiter. zur Messe soll erstmals eine Variante in Niedrigbauweise gezeigt werden. Diese Mühle habe eine Gesamthöhe von 1050 Millimeter und ein Rollenfahrwerk Sie lasse sich daher problemlos unter Separiertrommeln, Ausfallschächten oder großen Spritzgießmaschinen aufstellen.

Realisieren ließ sich das platzsparende Mühlendesign unter anderem mit Hilfe eines flachen Spezialtrichters, in dem eine Doppelschieber-Automatik das rückspritzfreie Einschleusen von Angüssen und Resten gewährleiste. Trotz der Tieferlegung sei diese Maschine eingriff- und quetschsicher und benötige keinen zusätzlichen Sicherheitsendschalter zur Positionsabfrage. Ein Bremsmotor garantiere im Störfall den schnellen Notstopp – etwa bei gleichzeitigem Offenstehen beider Schieber.

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Zerkleinert dickwandige Klumpen

Die zweite Neuheit ist eine Modifikation der Trichtermühle Roto-Schneider, die kleinere Spritzgieß- oder Blasformbetriebe wegen ihres Durchsatzes von bis zu 100 Kilogramm pro Stunde als Zentralmühle einsetzen können. Diese Schneidmühle sei soweit optimiert, dass sie auch massive, klumpig-zähen Reststücke und „Abspritzfladen“ verarbeiten kann. Sie erhielt dazu einen Antrieb mit mehr Leistung (7,5 statt 4,0 Kilowatt) und einen Rotor in geschlossener Bauweise und ein stabileres Gehäuse. Zudem wurden die Lager, laut Unternehmen, bewusst überdimensioniert. Einmal gestartet, arbeite die aufgerüstete Mühle bedienerlos und zerkleinere den kompletten Trichterinhalt ohne weiteres Zutun. Dabei verhindere der geschlossene Rotor, dass die Klumpen zu tief ins Mahlwerk eintauchen, was ein Abschalten der Mühle zur Folge hätte. Abgeführt wird das Mahlgut über Fördergebläse oder Vakuumförderer.

Sauberraum-Mühle in Niedrigbauweise

Einen weiteren Blickfang auf dem Messestand soll die Zentralmühle RS 45090 bieten. Diese Trichtermühle ist ausgelegt für Durchsätze bis 900 Kilogramm pro Stunde und bietet seit 2016 ein neues Mahlgehäuse mit besonders wirksamer Schalldämmung. Dank ihres nach oben verlegten und ins Gehäuse integrierten Antriebs sei sie – trotz der zusätzlichen Dämmung – kompakt und beanspruche nur eine relativ geringe Stellfläche. Einige Extrudierbetriebe betreiben die Zentralmühle mit einem zweiten, seitlich befestigten Bypass-Trichter für das Zuführen von Rohren und Profilen sowie mit einem dritten, rückseitigen Bypass-Trichter für die Aufgabe von Plattenmaterial. Dank dieser multiplen Beschickungsmöglichkeit erledige nur eine Mühle mehrere Aufgaben. Voraussetzung für diese Leistungsfähigkeit ist neben der hohen Gesamtstabilität der Mühle ihr 3-Messer-Rotor und der Einsatz von zwei Statormessern im Mahlwerk.

Eine elektrohydraulische Öffnungsmechanik erleichtere den Zugang zu Trichter und Siebschwinge. Eine elektrisch überwachte Rotorverriegelung macht den routinemäßigen Messerwechsel zu einer einfachen und sicheren Angelegenheit.

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