Waschmittelflaschen recyclen

Bottle-to-Bottle ganz speziell

Shampoo, Duschgel, Flüssigwaschmittel oder Haushaltsreiniger – vieles kommt in Behältern aus PP, HDPE oder PET in die Supermarktregale. Im Gegensatz zur PET-Flasche, für die es zum Teil umfangreiche Sammelsysteme gibt, steckt die Sammlung und Aufbereitung gebrauchter Behälter aus Polyolefinen noch in den Kinderschuhen.

Waschmittelverpackung: Aus Flaschen werden wieder Flaschen. (Bilder: Starlinger)

In den letzten Jahren entwickelte Starlinger nach eigenen Angaben ein Projekt zum Recycling der Eingangsware eines Recyclers. Es handelte sich um Spülmittelflaschen aus der Post-Consumer Sammlung, denen auch nach Zerkleinerung und Durchlaufen eines Waschprozesses ein Spül- oder Waschmittelgeruch anhaftete. Ziel war es, hochwertiges Regranulat zu produzieren und dabei den starken Geruch bestmöglich zu entfernen. Außerdem sollte das Rezyklat keine qualitativen Einbußen gegenüber Produkten aus Neuware mit sich bringen. Unter Berücksichtigung dieser Vorgaben begann Starlinger mit einer Testfertigung, in deren Verlauf mehr als 100 Tonnen HDPE Post-Consumer Material regranuliert wurde. Die anschließende Testproduktion von Flaschen vollständig aus rHDPE habe alle Erwartungen erfüllt. Somit habe Starlinger als erster Technologieanbieter eine Recycling-Lösung für Waschmittelflaschen auf den Markt bringen können.

Im Zuge der Testfertigung wurden Muster entnommen und in einem deutschen Labor analysiert. Diese Analyse geschah zum einen olfaktorisch mit Probanden, zum anderen per Gaschromatografie. Die Ergebnisse der Analyse ermöglichten es, das Recyclingverfahren und damit das Endprodukt Schritt für Schritt zu optimieren. Damit sei es gelungen, das Rezyklat nach dem Geruchsreduktionsverfahren für die erneute Herstellung von Wasch- bzw. Spülmittelflaschen tauglich zu machen: Bottle-to-Bottle Recycling einmal anders.

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Gaschromatografie –flüchtige Stoffe im Regranulat nach herkömmlicher Extrusion (schwarz) und nach der Behandlung in der Geruchsentfernungseinheit (rot).

Das Besondere an der Geruchsminderung sei ihr permanenter Charakter. Während herkömmliche Verfahren Gerüche oft nur durch Additive binden und dadurch im Granulat einschließen, entferne der Starlinger Geruchsreduktionsprozess die geruchsauslösenden Substanzen dauerhaft. Dies geschieht zum Teil bereits durch die Materialvorbereitung im Smart Feeder der Recyclinganlage sowie durch die extrem hohe Entgasungseffizienz des C-Vac Moduls. Den „letzten Schliff“ erhalte das Regranulat in der Geruchsentfernungseinheit. Anlagenkonfiguration und Prozessparameter können individuell an das Kundenmaterial angepasst werden.

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