Aufbereitung Rollladen

PVC-Recycling – jeder kann etwas tun

Ein alternatives Wohnprojekt, ausgerichtet auf alternatives Wohnen, hat nicht nur hehre Ziele, es tut auch etwas dafür: Das Recyceln von Kunststoff-Rollladen eines Wohnkomplexes zeigt, dass auch kleine Schritte weiterbringen.

Das „Vier-Häuser-Projekt“ in Tübingen ist ein Gebäudekomplex mit ehemaligen französischen Offizierswohnungen im Süden der schwäbischen Universitätsstadt. Das hat ein Kollektiv – wie sie sich selber nennen – aus 53 Erwachsenen mit 30 Kindern erworben, um nach der Renovierung ein sozialverträgliches Wohnen zu verwirklichen. Die Bauarbeiten, die die Gruppe zum größeren Teil in Eigenarbeit erledigt, sind bereits in vollem Gange. Im Rahmen energetischer Maßnahmen wurden über 230 alte PVC-Rollladen aus den 70er Jahren ausgebaut.

Die Verantwortlichen suchten gezielt nach Recyclingmöglichkeiten und stießen auf das werkstoffliche Recyclingsystem von Rewindo. Neben der Aufbereitung von PVC-Altfenstern und -türen wird auch das Rollladenrecycling angeboten. Die ausgedienten Rollladenpanzer gelangen über ein lokales Entsorgungsunternehmen zum Rewindo-Recyclingpartner Tönsmeier nach Höxter. Deren Recyclinganlage übernahm die sortenreine Materialtrennung bis hin zur Gewinnung von hochwertigem PVC-Regranulat, das in die Produktion neuer Profile einfließt.

Für die Entsorgung solcher Altmaterialien gibt es heute nur noch zwei zulässige Möglichkeiten: Müllverbrennung oder werkstoffliches Recycling. Betrachtet man den aktuellen Öko-Trend der Nachhaltigkeit, scheint das Recycling mit anschließender Wiederverwertung des Baustoffes der sinnvollere und häufig auch kostengünstigere Weg zu sein. Auf jeden Fall lässt er sich gegenüber Kunden sinnvoll argumentieren.

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Wie sich für ein alternatives Projekt schickt, ist in diesem Fall mit der Aufbreitung des PVC noch nicht Schluss: Aus den stabilen hölzernen Rollladenspulen sollen Gartenzäune entstehen, während die seitlichen Halterungen aus Metall in die Alteisensammlung gehen. Und für die robusten Gurte der ausgedienten Bauelemente werden in ihrem zweiten Leben in Schaukeln und andere Klettergeräte für die Kinder der künftigen Bewohner Verwendung finden.

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