Einwellenzerkleinerer, F-Rotor

Filamente und Folien zerkleinern

Für schwierig zu zerkleinernde textile Filamente und Bändchen, aber auch für Folien, wurde ein Rotor entwickelt, der mit spezieller Messerteilung und Schneidgeometrie den Prozess optimiert.

Der F-Rotor – das F steht für Filamente – ist eine Weiterentwicklung in der schon bewährten WLK-Baureihe von Weima eingesetzten Rotoren zur Zerkleinerung von Multifilamenten, Big Bags aber auch von Folien. Sie sollen das Umwickeln der Rotoren mit dem Material verhindern, und damit das regelmäßig zu Blockaden führende Aufschmelzen des Materials im Zerkleinerer. Die auf dem Umfang des Rotors montierten Messer greifen vollständig ins Statormesser ein und zerkleinern das Material besonders schnell. Der im Vergleich zu früheren Rotorausführungen deutlich engere Schnittspalt gewährleistet den kontrollierten Einzug des zu zerkleinernden Materials, was das Umwickeln des Rotors verhindert.

Die erzeugten Flakes speziell von Folien und Filamenten werden beim Zerkleinerungsprozess stark komprimiert durch die Sieblochungen gepresst, um sich danach wieder auf das ursprüngliche Volumen auszudehnen. Um Verstopfungen zu vermeiden, werden die Maschinen mit ausgestelltem Siebkorb ausgeführt, so dass die Flakes druckfrei auf das unterhalb der Maschine installierte Förderband fallen. Die Siebe werden kundenspezifisch mit Sieblochungen von 30 bis 100 Millimeter ausgeführt. Der Siebkorb ist komplett schwenkbar, um die Wartung und den schnellen Service zu erleichtern. Das erzeugte Mahlgut kann ohne weitere Behandlung direkt in einer nachgeschalteten Extrusionsanlage verarbeitet werden.

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Die Rotoren sind seitlich mit rotierenden Scheiben („Filamentabdichtung“) versehen, die in die Maschinenwand eingelassen sind, so dass kein Material zwischen Rotor und Maschinenwand nach außen dringt. Die Rotoren werden zusätzlich in komplett abgesetzten Rotorlagern gelagert, was das Eindringen von Material und somit eine Schädigung der Lager verhindert.

Die F-Rotoren kommen in Arbeitsbreiten von 800 bis 3000 Millimeter und Durchmessern von 368 bis 600 Millimeter zum Einsatz. Der Antrieb der Einwellenzerkleinerer ist elektromechanisch, hydraulisch oder per Direktantrieb möglich.

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