Schneidmühlen RS-Baureihen

Qualitätsschnitt

Schneidmühlen als Zentralsysteme
Wenn es sein muss doppelt: Hochproduktive Einzugsmühle mit zwei getrennten Einzügen für Randstreifen.
Ob Spritzguss oder Extrusion, Blasform- oder Thermoformtechnik – wo immer thermoplastische Kunststoffe in Halbzeuge, Zulieferteile oder Fertigprodukte verwandelt werden, fallen Butzen, Angüsse und Fehlteile an. Diese Reste schonend zu zerkleinern, um sie dem Produktionsprozess wieder als Wertstoff zuzuführen, ist die Aufgabe der Schneidmühlen.

Hohe Zuverlässigkeit und Wartungsarmut beziehungsweise -freundlichkeit sowie geringe Betriebskosten sind Eckforderungen an Zentralmühlen. Dem will Getecha mit seinem Rotoschneider-Programm entgegen kommen und bietet nun speziell für Stundendurchsätze bis 220 Kilogramm neu entwickelte kompakte Zentralmühlen der Baureihe RS 2400 an, die sich produktionsnah einsetzen lassen. Sie werden als Trichtermodelle angeboten und stehen auch als Einzugsmaschinen zur Verfügung. Drei Baugrößen, die sich durch die Größe der Einwurföffnung bis 690 × 395 Millimeter, die Zahl der Rotormesser (bis 3 × 3) und den möglichen Durchsatz unterscheiden, bilden die Baureihe.

Sinnvollerweise werden die Maschinen für Durchsätze zwischen 60 und 220 Kilogramm pro Stunde eingesetzt. Die Dimensionierung der Schneidwerke mit ihren segmentierbaren Rotoren erlaubt, so der Hersteller, den problemlosen Dauerbetrieb. Konstruktive Stärken der Mühlen sind unter anderem die solide Ausführung der geschweißten Rotoren und die energiesparend abgestimmte Verteilung der Schneidkräfte. Dabei garantiert der stets konstante Schneidkreis ein kontinuierliches Qualitätsniveau des Mahlguts, während der Durchmesser von 240 Millimeter zugleich das optimale Erfassen aller eingeworfenen Produktionsreste gewährleistet. Ein wichtiger Sicherheitsfaktor sind die außen liegenden, gegen den Mahlraum abgedichteten Rotorlager. Sämtliche Komponenten und Module der neuen seien auf hohe Produktivität, einfache Bedienung und geringen Instandhaltungsaufwand getrimmt. Dazu gehört zum Beispiel, dass sich Trichter und Mahlraum werkzeuglos mit Gasfeder-Unterstützung öffnen lassen und alle wartungsrelevanten Bereiche sehr gut zugänglich sind. Für die Entnahme des Siebs benötigt der Anwender kein Werkzeug. Der Wechsel der voreinstellbaren Rotormesser geht ebenfalls überaus einfach vonstatten, und eine Einstellung der gegen Festanschlag montierten Statormesser ist nicht erforderlich. Bedienerführung und elektrische Ausstattung der neuen Baureihe folgen konsequent der neuesten Maschinenrichtlinie für Schneidmühlen EN ISO 12012. Typische Merkmale dafür sind unter anderem die geringe Anzahl der Bedienelemente und der im Maschinenrahmen integrierte Schaltschrank.

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Einzugsmaschinen im Kommen

Mit Hilfe verschiedener Rotorvarianten und individuell abgestimmter Verschleißschutz-Pakete lässt sich die Baureihe RS 2400 an den Bedarf unterschiedlicher Produktionsumgebungen, Branchen und Kunden anpassen. Kunststoff verarbeitenden Betrieben, die die Zerkleinerung von Stanzgittern, Randstreifen oder Folienresten automatisieren möchten, können die neue Baureihe auch als Einzugsmaschinen für Materialbreiten zwischen 200 und 900 Millimeter nutzen. Die kommen beispielsweise, ausgerüstet mit eine entsprechenden Geschwindigkeitssteuerung als integraler Bestandteil von Thermoforminganlagen, beim Zerkleinern der Stanzgitter zum Einsatz.

Die Maschinen lassen sich den Randbedingungen anpassen. Je nachdem, ob Folien mit Dicken von 0,2 bis 1,5 Millimeter, magere Stanzgitter mit minimalem Folienanteil, rechteckige Foliengitter, Stanzgitter runder Formteile oder Folien mit nicht ausgestanzten Strukturen sicher aus der Thermoformanlage zu ziehen sind, stehen Einzugssysteme mit glatten, gerändelten, gezahnten oder extra großen Einzugswalzen zur Wahl. Ein spezieller Einzug mit Riemenantrieb bietet sich an, wenn eine größere Dynamik in der Öffnungsweite von mehr als acht Millimeter erforderlich ist. Und falls eine Schneidmühle Folienreste von zwei Seiten verarbeiten soll, realisiert das Ingenieurteam von Getecha auch Doppeleinzüge.

Neben der neuen RS 2400 mit ihren maximal 900 Millimetern Einzugsbreite sind in mehreren Baureihen Anlagen mit maximal 1480 Millimeter Einzugsbreite und 1500 kg/h Spitzendurchsatz verfügbar. Merkmal aller Einzugsmühlen der neuen Generation ist die Geschwindigkeitsautomatik: Eine „mitdenkende“, selbst einstellende Bügelsteuerung – auch Tänzer genannt – passt das Einzugstempo der Mühle permanent an die Taktung der Thermoformlinie an. Diese Harmonisierung hält die Folienbahn straff und macht den Sollwertabgleich mit der Produktionsmaschine und manuelles Nachjustieren überflüssig. Mitunter sind es die konstruktiven Details, die den besonderen Wirkungsgrad oder die Praxistauglichkeit einer Maschine nachhaltig definieren. So sollen dieses Mühlen, außer mit der Bügelsteuerung, mit ihrer wirksamen Schallisolation, schrägen Bohrungen der Sieblöcher die Störungen durch Langteile vermeiden, die Wasserkühlung des Mahlgehäuses (verhindert Folienverklebungen) oder auch die Möglichkeit der Zerkleinerung PET-Folienreste <0,40 Millimeter durch ein spezielles Einzugssystem, überzeugen. Und auch beim Zerkleinern spielt das Thema Energieeffizienz eine wichtige Rolle: Ein Frequenzumrichter am Hauptantrieb regelt die Stromaufnahme und verhindert Stromspitzen; im Leerlauf und bei Teillast reduziert er die Motorleistung und minimiert den Blindstrom.
In Kombination mit weiteren Prozess-Baustein wie dem Mahlgut-Transport via Saug- oder Druckförderung (Gebläse, Zyklon, Absackstation) sollen sich effiziente Anlagen für den Kreislauf von der Thermoformanlage über die Aufbereitung der Folienreste bis zu ihrer Wiederverwertung im Extruder aufbauen lassen.

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