Zentrifugen für Kunststoffverarbeitung

Schleifschlamm wirtschaftlich nutzen

Aus ökonomischer und ökologischer Sicht ist es sinnvoll, im Schleifschlamm enthaltenen Werkstoffe – Kunststoffpartikel und Öle – so voneinander zu trennen, dass sie getrennt wiederverwertet werden können, wie das Beispiel des Verarbeiters Ensinger zeigt.

Der Verarbeiter Ensinger senkt mit Integration der leistungsfähigen Zentrifugentechnik zur Aufbereitung von Kunststoff-Schleifschlämmen die Kosten.

Neue Werkstoffe und Verarbeitungstechnologien, erhöhte Umweltschutz- und Sicherheitsanforderungen stehen im Fokus, wenn es um die Entwicklung neuer Kunststoffprodukte geht. Aber auch die Entsorgungs- und Verarbeitungslösungen dieser Werkstoffe sind von vergleichbar großer Bedeutung, wenn es um die Wirtschaftlichkeit geht. Nicht nur in der spanenden Metallverarbeitung fallen große Mengen Schleifschlamm an, sondern auch bei der Kunststoffbearbeitung. Ein Beispiel dafür ist der Produktionsbereich des Unternehmens Ensinger, einem der großen Hersteller von Halbzeugen, technischen Profilen und Fertigteilen aus thermoplastischen Werkstoffen. Hier besteht der Schleifschlamm aus dem eingesetzten Kühlschmierstoff und den abgetragenen Materialpartikeln. Diese Schlämme bereitet Ensinger mit einer Lanner-Zentrifuge auf, um schlussendlich die Produktionskosten zu drücken: Im wartungsfreien und mannlosen Dauerbetrieb werden bei etwa 600 bis 1000 Liter Durchsatz pro Schicht 10 bis 15 Prozent der Kühlmittelmenge eingespart. Das Umfeld der Zentrifuge ist trocken und sauber, der Betrieb geräuscharm. Aufgrund der hohen Trocknungsleistung ist die Zentrifuge direkt an die zentrale Späneabsaugung angeschlossen, was den Schmutzanfall und den Handlingaufwand weiter drastisch reduziert. Schleifmaschine – Filteranlagen – Zentrifuge – Absaugung der trockenen Späne und Kühlmittelrückführung in die Filteranlage bilden damit ein geschlossenes System.

Anzeige

Ohne Aufbereitung ist der Schleifschlamm als Sonderabfall einzustufen und zu entsorgen – damit sind hohe Kosten verbunden. Schärfere Umweltgesetze, Preissteigerungen bei den Kühl- und Schmiermitteln machen die Kühlmittelrückgewinnung zusätzlich immer wirtschaftlicher. Je nach speziellen Randbedingungen beim Anwender bietet sich der Einsatz unterschiedlicher Zentrifugentypen an: DS-Zentrifugen erzielen üblicherweise besonders hohe Trocknungsgrade beim Zentrifugieren von feuchten Feststoffen. Unterm Strich verringern die Zentrifugen nicht nur deutlich die teureren Entsorgungen, sie ermöglichen auch den Einsatz von hochwertigeren Schleifölen, auf die viele Betriebe bislang aus Kostengründen verzichtet haben.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kreislaufwirtschaft

PVC-Recycling – mehr Annahmestellen

Das Rewindo-Netzwerk regionaler Annahmestellen für das Recycling ausgedienter Kunststofffenster, -rollläden und -türen wächst. Mit den Unternehmen Budde in Hille, Kremer Landtechnik GmbH in Velen, Kremer in Löbnitz an der Linde, Walter Roeder in...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Recycling

Shreddern im Recycling – Messer nach Wahl

Eine neue Baureihe Schredder für das Recycling wurde auch auf Flexibilität hin ausgelegt: Über die Rotor- und Messerbestückung sowie die Siebwahl können die Maschinen detailliert an die In- und Output-Anforderungen angepasst werden.

mehr...

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem Kunststoff Magazin Newsletter

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite